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Was wir wollen

Unsere Anliegen

Unser Anliegen ist es, die breite Öffentlichkeit vor den Gefahren eines Zeckenstiches zu warnen. Deshalb informieren wir und unterstützen die Prävention mit unseren Publikationen.

Wir verfolgen die wissenschaftliche Forschung und setzen uns für neue Behandlungsmethoden ein.

„An den Spätfolgen von Borreliose zu leiden heisst, zu krank sein zum Leben und zu wenig krank zum Sterben ...“
Ein Betroffener

Medizinische Versorgung muss verbessert werden

Die Krankheiten, die von Zecken übertragen werden, gewinnen an Bedeutung. Gegen die virale Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzepahlitis FSME), die nach einem Zeckenstich auftreten kann, gibt es eine wirksame Impfung. Gegen die Borreliose, die in der Schweiz am häufigsten von Zecken übertragene Krankheit, fehlt eine Impfung. Die Borreliose ist mit Antibiotika behandelbar, aber nur, wenn sie früh erkannt und genügend lang und hoch dosiert behandelt wird. Seit Jahren herrscht ein weltweiter Expertenstreit zur Diagnose und Therapie der Borreliose, der zu widersprüchlichen Richtlinien geführt hat. Zuverlässige Diagnosemöglichkeiten fehlen.
Nicht alle Infizierten entwickeln Borreliose-Symptome wie chronische Müdigkeit, Kopf-, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Herzentzündungen oder Depressionen. Aber diejenigen, die es trifft, haben ein schweres Los gezogen. Verläuft die Krankheit nicht entsprechend den eng gesteckten Definitionen der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie oder fällt der Bluttest negativ aus, suchen die Betroffenen vergeblich nach einem Arzt, der sie behandelt. Die Patienten haben keine Chance auf eine wirkungsvolle Therapie. In der Folge kann es zu Psychiatrisierung, Arbeitsunfähigkeit und Verlust des sozialen Umfelds kommen. Weigert sich die Unfall- oder Invalidenversicherung zu zahlen, werden die Betroffenen nicht selten sozialhilfeabhängig.
Zu den Risikogruppen gehören all jene, die ihren Beruf im Freien ausüben oder ihre Freizeit in der Natur verbringen. Gemäss Schätzungen beträgt die Zahl der jährlichen Neuinfektionen in der Schweiz zwischen 9'000 und 12'000. Die Borreliose ist nicht meldepflichtig, und zuverlässige Daten zu Langzeitverläufen fehlen.

Weitere Forschung nötig

Wir brauchen Forschung für
• sichere Diagnoseverfahren
Es gibt bis heute keine Labortests, die zu jedem Zeitpunkt zuverlässig den Verlauf der Krankheit festhalten. Die Labortests führen nicht selten zu falsch negativen Resultaten.
• wirksame Behandlungsmethoden
Borrelien sind spiralförmige Bakterien, welche sich den Angriffen sowohl des Immunsystems als auch der Antibiotika wirksam entziehen können. Die bekannten Antibiotika reichen gegen diese Erreger nicht immer aus, sodass zusehends mehr Patienten trotz rechtzeitiger Behandlung chronisch krank werden.